Deutschlands letzte gelbe Telefonzelle abgebaut

Die Telekom hat vor ein paar Tagen die letzte gelbe Telefonzelle Deutschlands am Königssee abgebaut und abtransportiert. Da fast jeder heute ein Handy hat, sind Telefonzellen weitgehend bedeutungslos geworden. Die gelben Telefonzellen wurden ohnehin bereits seit vielen Jahren nach und nach durch moderne Telefonzellen ersetzt. Die letzte gelbe Telefonzelle stand in St. Bartholomä, ein historischer Ausflugsort am Königssee in Bayern. St. Bartholomä liegt an der Grenze zu Österreich. Den Abtransport über den wunderschönen Königssee hat man dabei zu einem kleinen Event gemacht – mit eine passenden Video, das es im Netz gibt.

Gelbe Telefonzellen – eine Ära geht zu Ende

Auch wenn mit der letzten gelben Telefonzelle in Deutschland eine Ära zu Ende geht, ist diese Entwicklung nicht überraschend. Denn zum einen sind die gelben Telefonzellen in die Jahre gekommen, zum anderen kommunizieren die Menschen heute einfach anders. Handy, WhatsApp oder E-Mail, alle diese Dinge haben die klassischen Telefongespräche nach und nach ersetzt. Noch vor 20 Jahren waren die gelben Telefonzellen unterwegs praktisch das einzige Kommunikationsmittel. Zwar gab es die ersten Mobiltelefone, aber diese waren nicht weit verbreitet. Mobiles Internet? Damals Fehlanzeige.

Abtransport über den Königsee

Die letzte gelbe Telefonzelle stand auf der Halbinsel Hirschau in Südbayern. Die Telefonzelle stand in einem kleinen Bootshaus am See. Techniker brauchten drei Stunden für den Abbau und verluden das Telefonhäuschen erst auf einem Lastwagen und dieser wurde dann auf einem kleinen Schiff quer über den Königssee gefahren.

Der Königssee

Der Königssee ist ein langgestreckter Gebirgssee im Landkreis Berchtesgadener Land im Südosten Bayerns und gehört zur Gemeinde Schönau am Königssee. Er liegt am östlichen Fuß des Watzmanns, zwischen steilen Berghängen eingebettet ist, fast wie ein Fjord in Skandinavien. Er gilt hinsichtlich der Wasserqualität als einer der saubersten Seen Deutschlands und ist daher ein von vielen Tauchern begehrtes Tauchgewässer. Leider ist Tauchen im Königssee verboten, weil dieser im Nationalpark Berechtesgarden und damit im Naturschutzgebiet liegt. Eine Badende Taucherin hat aber vor wenigen Jahren einen Goldschatz im See gefunden.

Abbau wurde lange geplant

Die Planung für den Abbau der letzen gelben Telefonzelle war komplex. Fast zehn Wochen musste sich die Telekom mit der Kommunalverwaltung absprechen. Es gibt einen eigenen Bautrupp, der auf den Abbau der gelben Telefonzellen spezialisiert ist. Oder vielmehr war, deren die Zelle am Königsee war ja die letzte gelbe Telefonzelle in Deutschland.

Es gibt immer noch Telefonzellen

Generell werden Telefonzellen von der Telekom abgebaut, wenn sie weniger als 50 Euro Umsatz pro Monat machen. Egal ob gelb oder nicht. Auch wenn die gelben Zellen jetzt Geschichte sind, gibt es in Deutschland noch etwa 17.000 Telefonzellen, die weiter betrieben werden. Und das, obwohl praktisch jeder ein Mobiltelefon besitzt.

Auch wenn die Telekom bestimmt weiß, wo ihre Telefonzellen stehen: Kennst du noch eine gelbe Telefonzelle, die irgendwo steht? Oder kennst du eine, die umfunktioniert wurde, das Zellengehäuse aber noch erhalten ist? Dann schreib das doch in die Kommentare oder schick uns ein Foto, wir veröffentlichen es dann hier!

Waschanleitung im Etikett verstehen

Praktisch, wenn man einen Zettel in die Hand gedrückt bekommt, auf dem die ganzen lustigen Zeichen, Icons und Piktogramme aus den Kleideretiketten mal umfassen und übersichtlich erklärt sind.

Klar, einige dieser Zeichen sind selbsterklärend, aber sicherlich nicht alle. Ich kannte bisher nur ein paar der Plegehinweise und konnte so meine Wäsche richtig waschen.

Das Bildchen habe ich mir jetzt hier gespeichert, damit ich nur wieder Probleme habe, wenn ich mich beim Kauf einer neuen Jeans oder eines neuen Anzugs frage, wie man das Kleidungsstück denn am Ende waschen oder reinigen kann.

Elster Umsatzsteuervoranmeldung ohne Authentifizierung? – Fehlanzeige!

Mal eben schnell eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben? Nix da! Ok, wer einen Steuerberater oder Anwalt hat, der wird keine Probleme haben, der Berater kümmert sich ja um alles.

Anders sieht es aber aus, wenn man selber die Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt machen will. Beim Finanzamt heißt es auf Nachfrage:

Die Datenübermittlung für betriebliche sowie für die unter Mitwirkung eines Angehörigen der steuerberatenden Berufe im Sinne der §§ 3 und 4 des Steuerberatungsgesetzes erstellten Steuererklärungen erfordert die elektronische Authentifizierung.

Außerdem ist die Umsatzsteuererklärung ist nach § 18 Absatz 3 Satz 1 Umsatzsteuergesetz grundsätzlich elektronisch zu übermitteln.

Auch die Umsatzsteuer-Voranmeldung ist nach § 18 Absatz 1 Satz 1 Umsatzsteuergesetz grundsätzlich elektronisch zu übermitteln.

Leider stellt man dann fest, dass die Übermittlung per ELSTER auch nicht mal eben schnell möglich ist. Man muss sich vielmehr erstmal anmelden. Ok, schnell gemacht oder? Von wegen!

Zunächst legt man seinen Benutzaccount an und bekommt dann eine Bestätigunsgmail zugeschickt. Allerdings muss man dann erstmal auf einen weiteren Code warten, der kommt aber ….. man glaubt es kaum …. per BRIEF! Wow, der gute alte Brief!

Während man bei Online-Banking und anderen Authetifizierungsvorgängen eine SMS aufs Handy bekommt, ist hier die gute alte Post mit dem guten alten Brief gefragt.

Egal, dann dauert es halt noch ein bisschen und ich kann die Frist dann leider nicht einhalten. Ganz korrekt will ich also schnell einen Antrag auf Dauerfristverlängerung stellen. Wie geht das? Ach so, der Antrag auf Dauerfristverlängerung verbunden mit der Anmeldung der Sondervorauszahlung ist nach § 48 Absatz 1 Satz 2 Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung grundsätzlich elektronisch zu übermitteln….

Schade, also muss ich warten. An alle anderen, am besten schnell schnell schnell einen ELSTER Zugang besorgen, bevor man kurz vor dem 10. des Monats im Regen steht!

Meine Meinung: Wer als Behörde auf elektronischer Anmeldung besteht, der darf auch gerne darüber nachdenken, wie sich der „Kunde“ einfach elektronisch authentifizieren kann. Was Banken machen, kann doch auch die Finanzverwaltung!